Tanz
Die
Hochlandtänze, meist Kandy dance genannt, hattn früher ausschließlich
religiöse Bedeutung als Tempeltänze, meist innerhalb der Bitt- oder
Opferzeremonien. Daraus entwickelte sich später eine weltliche Form,
als vannama zu Unterhaltungszwecken heute auch oft von Frauen getanzt
und allabendlich den Touristen in Kandy vorgeführt. Hierbei werden
miest - reale oder phantastische - Tiere in ihren Bewegungen nachgeahmt,
wobei der Tänzer dies allerdings nur " zum Warmlaufen" nutzt, um
sich dann von diesem Vorbild zu lösen und sich ganz dem Tanzrausch
hinzugeben, oft im Wettstreit mit anderen Tänzern. Neben diesen
beiden Hauptformen haben sich zwei weitere Tänze erhalten, die mehr
dem Volkstheater zuzuordnen sind: Im nordöstlichen Bergland wird
recht selten der Sokari aufgeführt; etwas häufiger gibt es noch
Vorstellungen des Kolam Natima, meist in Ambalangoda und Mirissa,
der dem Tanzdrama zuzuordnen ist und mit reich geschnitzten und
bunt bemalten Masken vorgeführt wird, meist recht ursprünglich,
einfach und humorvoll. Die einstmals vielfältige Puppenspieltradition
mit Marionetten ist heute fast vollkommen in Vergessenheit geraten
und konnte lediglich durch den Tourismus eine kommerzielle Wiederbelebung
erfahren, worauf die in jüngster Zeit vereinzelt angebotenen Puppen
hindeuten.
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